Schulsenator Ties Rabe begrüßt die Einigung der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin: „Die Hamburger Schulpolitik wurde bestätigt“

27. November 2020 16:30 Uhr

Schulsenator Ties Rabe begrüßt die Einigung der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin zur Schulpolitik: „Die Vereinbarungen bestätigen die Hamburger Schulpolitik. Das bundesweite Verbot von Klassenreisen ist in Hamburg bereits seit Monaten gültig. Die vereinbarte Maskenpflicht ab Klasse 7 haben wir ebenfalls bereits erfüllt und übertroffen: In Hamburg gilt die Maskenpflicht sogar ab Klasse 5. Die niedrigschwelligen Testangebote für Lehrkräfte sind in Hamburg ebenfalls seit langem eingeführt: Jeder Schulbeschäftigte kann sich mehrfach und auch ohne Symptome kostenlos bei seinem Hausarzt testen lassen. Ich freue mich auch darüber, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten sich klar für den Präsenzunterricht ausgesprochen haben. Nur bei besonders hohen Infektionszahlen soll es Wechselunterricht geben.“​​​​​​​

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben erstmals genauer festgelegt, dass nur in Hot-Spots mit mehr als 200 Infektionen in der Woche auf 100.000 Einwohner Wechselunterricht eingeführt werden soll. Schulsenator Ties Rabe: „Diese Entscheidung bestätigt unseren bisherigen Kurs. Hamburg ist kein Hot-Spot, die Inzidenz in Hamburg ist nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts nur halb so hoch. Deshalb bleiben wir beim flächendeckenden Präsenzunterricht als Regelangebot und schränken ihn weiterhin nur in besonderen Ausnahmefällen an einzelnen Schulen mit einer hohen Zahl von Corona-Infektionen für eine befristete Zeit ein.“

Bisher wurden solche befristeten Einschränkungen der Unterrichtsangebote einzelner Schulen aus der Situation heraus abgestimmt. Die Schulbehörde nimmt den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten zum Anlass, die bisherige Praxis zu präzisieren und den Schulgemeinschaften von rund 20 Stadtteilschulen und Gymnasien mit höheren Infektionszahlen Planungssicherheit und Mitgestaltungsmöglichkeiten zu geben. Dazu zählt auch die Möglichkeit, ab Klassenstufe 8 auf der Grundlage des bereits entwickelten Rahmenkonzeptes für maximal sechs Wochen Wechselunterricht einzuführen, bis die Infektionszahlen gesunken sind. Ob und in welchen Klassenstufen die Maßnahmen befristet eingeführt werden, entscheiden die Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen in der Schulkonferenz in Abwägung der gesundheitlichen und pädagogischen Aspekte gemeinsam. Abschussklassen sind von dieser Regelung ausgenommen.

An den 31 staatlichen berufsbildenden Schulen bleibt es bei der bewährten Praxis, dass die Schulleitungen für einzelne duale Ausbildungsberufe in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben Hybridunterricht einführen können, wenn es aufgrund betrieblicher oder überbetrieblicher Vorgaben notwendig und sinnvoll ist.

Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5 ab Montag, 2. November 2020 Aufrechterhaltung des Zugangs zu Bildung

Der Senat hat seine Eindämmungsverordnung gemäß Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz angepasst. Die Änderungen treten am kommenden Montag, 2. November 2020, in Kraft. Kitas und Schulen sowie weitere Bildungsangebote bleiben offen, um den Zugang zu Bildung weiter zu gewährleisten. Für Hamburgs Schulen gilt eine Maskenpflicht ab Klassenstufe 5 auch im Unterricht.

Anders als im Frühjahr werden die Schulen weiterhin geöffnet bleiben. Wissenschaft und Politik haben erkannt, dass Schulen sichere Orte sind, in denen sich Schülerinnen und Schüler sowie Schulbeschäftigte deutlich seltener infizieren als in anderen Lebensbereichen. Damit das so bleibt, werden die Vorsichtsmaßnahmen an den Schulen noch einmal verstärkt: Ab Montag müssen alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 auch im Unterricht und in Ganztagskursen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Um die Belastung durch die Maskenpflicht zu verringern, dürfen Schüler und Lehrkräfte künftig in den Pausen außerhalb des Schulgebäudes ihre Masken absetzen. Weitere Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten für den Sport- und Musikunterricht, wenn ein Mindestabstand von 2,5 Metern eingehalten werden kann. Auch alle Prüfungen, Präsentationen und Klausuren dürfen ohne Mund-Nasen-Bedeckung stattfinden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
Um das Infektionsrisiko in den Klassenzimmern noch weiter zu reduzieren, stellt die Schulbehörde jeder staatlichen Hamburger Schule ein zusätzliches Budget von rund 400 Euro pro Klassenraum zur Verfügung, insgesamt über vier Millionen Euro. Das Programm ermöglicht den Schulen, flexibel, mit Augenmaß und angepasst an die örtliche Raumsituation Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen, beispielsweise transparente Plexiglasscheiben vor den Lehrerpulten zu befestigen oder sogenannte CO2-Ampeln anzuschaffen.

Die gravierenden sozialen und langfristigen Nachteile, die für Kinder und Jugendliche durch eine Schließung der Bildungseinrichtungen entstehen, sollen möglichst vermieden werden. Möglich ist die bundesweite Öffnung der Schulen und Kitas, weil –nach gegenwärtiger Erkenntnislage- Kinder und Jugendliche nur wenig zum Infektionsgeschehen insgesamt beitragen. Bei einzelnen Fällen, die im Kontext dieser Einrichtungen bislang zu verzeichnen waren, handelte es sich überwiegend um Infektionen, die im privaten Umfeld entstanden sind.

Ab Montag, 19. Oktober 2020

Wird es auch für den Unterricht nach den Herbstferien eine Maskenpflicht geben?

Dank der Umsicht und des Engagements der Schulleitungen, Kollegien und Schulgemeinschaften waren Hamburgs Schulen bislang sichere Orte. Rund 90 Prozent aller infizierten Schulbeschäftigten sowie Schülerinnen und Schüler haben sich nicht in der Schule, sondern in ihrer Freizeit infiziert. Doch das Virus verbreitet sich in der Stadt mit großer Geschwindigkeit. Deshalb wächst die Gefahr, dass sich mehr Schulbeschäftigte sowie Schülerinnen und Schüler als bisher außerhalb der Schule infizieren und das Virus unbemerkt in die Schule tragen. Das gilt insbesondere für ältere Schülerinnen und Schüler.

Deshalb soll bereits ab Montag, 19. Oktober 2020 (also unmittelbar nach den Ferien) bis auf Weiteres die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch für den Unterricht der Oberstufen an den weiterführenden Schulen und den Unterricht der berufsbildenden Schulen gelten. Von dieser Pflicht ausgenommen bleibt weiterhin der Unterricht an allen Schulen bis Klassenstufe 10 sowie der Unterricht an den ReBBZ und Sonderschulen. Das betrifft Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Schulbeschäftigte gleichermaßen. Die neue Regelung bedeutet zum Beispiel, dass Lehrkräfte zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht in der Oberstufe verpflichtet sind, aber wie bisher auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht der Mittel- und Unterstufe verzichten können.

Tusch – Newsletter Oktober 2020

Liebe TUSCH-Partner:innen, liebe TUSCH-Freund:innen,
TUSCH braucht besondere Pflege! Deutlich wurde das nicht zuletzt auf dem ersten gemeinsamen, sehr intensiven Partnertreffen seit Ausbruch der Pandemie. Die dabei verwendeten Erzeugnisse (TUSCH-GEL) dienen aber nicht nur dem Wohlbefinden und dem anregenden „TUSCHEN“, sondern sind essenziell für unsere gemeinsame Arbeit.
TUSCH ist größer als die hygienische Abstands-Badematte, es ist ein Kontakt-Teppichläufer, der sich durch die ganze Stadt zieht. Wir haben in diesen Zeiten, wo sich ständig Stimmungen, Situationen, Wissensstände ändern, Austausch dringend nötig, um gemeinsam über Gelingensstrategien zur Bewältigung von Unsicherheiten, Zweifeln, Bedenken zu sprechen und immer wieder Resilienzkräfte und kreative Ideen zu mobilisieren.
Wir freuen uns alle, dass nun von der Schulbehörde Schritte eingeleitet werden, die Theaterlandschaft wiederzubeleben und Besuche zu ermöglichen, und dass auch die Kulturbehörde sich nach Kräften bemüht, die Theater zu stützen.
Umso deutlicher müssen wir aber die Perspektiven der weiteren Entwicklung der Zusammenarbeit von Theatern und Schulen formulieren (siehe Beitrag BKJ). Wir sollten uns befragen, wie beide Seiten im Sinne der kulturellen Teilhabe auch in der Corona-Krise Mitgestaltungs- und Ausdrucksformen produktiv nutzen können.
Gerade, wenn noch überwiegend die Sicherung der Grundfächer im Fokus des Präsenzunterrichts steht, darf der ästhetische Bildungsauftrag in den Schulen nicht pausieren und der Status der ästhetischen Fächer zurückgesetzt werden.
Christopher Weymann, Performer am FUNDUS Theater, formuliert es so:
„Durch die Krise ist die Schere zwischen den Kindern mit unterschiedlichen Hintergründen weiter auseinandergegangen. Die Kinder, bei denen ein Support durch den Haushalt möglich ist, kommen weiterhin mit. Die Kinder, bei denen dies aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, bleiben hängen. Gerade diese Gruppe von Kindern brauchen Kulturelle Bildung, denn Kulturelle Bildung schafft es diese Kinder abzuholen und ihnen das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu geben, welches ihnen sonst fehlt. Gerade jetzt ist durch die verschärfte Lebenssituation Kulturelle Bildung überlebenswichtig.“
Diese Aspekte sollten wir nicht aus den Augen verlieren!
Nun wünscht Ihnen das TUSCH Team viel Freude beim Lesen
Celina Rahman, Michael Müller, Cornelia von der Heydt und Gunter Mieruch

Schulessen langfristig gesichert

Qualitätsverbesserung 
Schulessen langfristig gesichert

Schulbehörde und Caterer einigen sich auf Preisobergrenze von 3,90 Euro und Qualitätsverbesserungen

Das Mittagessen an den Hamburger Schulen soll langfristig gesichert und die Qualität Schritt für Schritt verbessert werden. Deshalb wird die Preisobergrenze für ein Mittagessen ab dem 1. August 2020 von bisher 3,50 auf 3,90 Euro angehoben. Darauf verständigten sich die Hamburger Schulbehörde und Vertreter der Hamburger Caterer. Schulsenator Ties Rabe: „Ich freue mich über die Vereinbarung. Sie bietet eine sichere Perspektive für ein gutes Mittagessen an Hamburgs Schulen. Den Kindern und Eltern entstehen in diesem Jahr keine Mehrkosten, denn die Schulbehörde wird die Preissteigerung von 40 Cent pro Mittagessen ausgleichen.“ Für die Hamburger Caterer erklärt Okan Saiti: „Wir sind froh, dass es uns gemeinsam mit der Schulbehörde gelungen ist, gutes Schulessen für Hamburger Schülerinnen und Schüler auf einer tragfähigen Basis abzusichern. Diese Preiserhöhung war lange überfällig! Jetzt muss es gemeinsam mit der Politik weitergehen: Wir brauchen eine langfristig gesicherte Entlastung der Eltern, damit mehr Kinder in den Ganztagsschulen am Essen teilnehmen können. Und wir wollen den Qualitäts-Standard weiterentwickeln – mehr Bio und mehr regionale Produkte. Klar bleibt: Essens-Qualität ist nicht zum Nulltarif zu haben.“

Schulsenator Ties Rabe: „Das Mittagessen an den Hamburger Schulen ist ein Erfolg. Rund 15 Millionen Mittagessen werden im Jahr in den Hamburger Schulen ausgegeben. Über 70.000 Mahlzeiten werden an normalen Schultagen von den knapp 50 Catering-Betrieben für die Schülerinnen und Schülern an den 370 staatlichen Schulen zubereitet. Einzelne Caterer arbeiten nur mit einer einzigen Schule zusammen, große Catering-Betriebe versorgen hingegen manchmal über 50 Schulen. Die Speisen sollen dabei nicht nur gut schmecken und gesund sein, sondern es sind auch zahlreiche Sonderwünsche – beispielsweise bei Allergien – zu berücksichtigen. Dahinter stehen eine umfangreiche Planung und Logistik, aber auch ein fairer Wettbewerb und ein gutes Miteinander zwischen den Schulgemeinschaften und den Catering-Betrieben.“

Die Preisobergrenze wurde 2012 erstmals auf 3,50 Euro pro Mahlzeit festgesetzt, vorher differierten die Preise in den wenigen Ganztagsschulen erheblich und lagen im Durchschnitt deutlich unter 3,00 Euro. Zusätzlich zur Anhebung der Preisobergrenze auf 3,90 Euro vereinbarten die Schulbehörde und die Caterer, dass der Preis für ein Mittagessen künftig regelmäßig an die allgemeine Preisentwicklung angepasst wird. In einem ersten Schritt soll die Preisobergrenze zum 1. August 2021 auf 4,00 Euro steigen. Schulsenator Ties Rabe: „Um Eltern und Kinder nicht zu belasten, wird die Schulbehörde die Preissteigerung in diesem Jahr ausgleichen. Dazu werden wir unsere Zuschüsse für das Mittagessen in diesem Jahr um knapp zwei Millionen Euro erhöhen.“

Gleichzeitig wurde vereinbart, die Qualität des Mittagessens Schritt für Schritt zu verbessern. So sollen in einem ersten Schritt zehn Prozent der Lebensmittel aus biologischem Anbau kommen, zudem sollen zehn Prozent saisonale bzw. regionale Produkte eingesetzt werden. Täglich soll es zu den Mahlzeiten Gemüse oder Rohkost geben, mindestens drei Mal pro Woche Obst. Der Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) soll bei allen Mahlzeiten eingehalten werden. Mittelfristig soll der Anteil von regionalen Produkten und Bio-Produkten weiter gesteigert werden. Darüber hinaus werden noch mehr Betriebe bei der Essensausgabe ein Buffet-System einführen, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler die Speisen selbst zusammenstellen und auffüllen können. Für die Hamburger Caterer erklärt Amadeus Hajek: „Wir Caterer garantieren eine hohe Qualität in der Mittagsversorgung. Gleichzeitig wünschen wir uns mehr Wertschätzung des gesunden Essens in allen Schulen. Gern beteiligen wir uns intensiv am ‚Guten Ganztag‘!“

Auch künftig entscheidet jede einzelne Schulgemeinschaft selbständig, mit welchem Caterer sie zusammenarbeiten möchte. Beide Seiten schließen dazu direkt einen Vertrag ab und einigen sich über den Speiseplan und die Organisation. Wenn die Zusammenarbeit nicht klappt, können beide Seiten den Vertrag kündigen und sich andere Partner suchen.

Die Gesamtkosten für das Mittagessen an den staatlichen Hamburger Schulen steigen aufgrund der Preiserhöhung von bislang 64 auf künftig 70 Millionen Euro im Jahr. Sie gliedern sich auf in die direkten Kosten für die Herstellung und Ausgabe des Mittagessens durch die Caterer in Höhe von künftig 58 Millionen Euro (bisher 52 Millionen Euro) sowie die indirekten Kosten für Bau, Instandhaltung und Betrieb der Schulkantinen von rund 12 Millionen Euro pro Jahr. Diese Gesamtkosten von künftig 70 Millionen Euro finanzieren die Schulbehörde mit rund 24 Millionen Euro, der Bund mit rund 20 Millionen Euro und die Eltern mit rund 26 Millionen Euro pro Jahr. Rechnet man die direkten und indirekten Kosten zusammen, kostet ein Mittagessen rund 4,70 Euro.

Rund ein Drittel aller Kinder darf kostenlos in der Schule essen, weil ihre Familien kein Einkommen beziehen. Die Kosten von jährlich rund 20 Millionen Euro übernimmt der Bund aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Zusätzlich bekommen rund 20 Prozent aller Kinder von der Freien und Hansestadt Hamburg erhebliche Zuschüsse zum Mittagessen, weil ihre Familien nur über ein geringes Einkommen verfügen. Weniger als die Hälfte aller Kinder zahlt den vollen Essenspreis. Schulsenator Ties Rabe: „Mehr als die Hälfte der Kosten für das Mittagessen übernehmen die Freie und Hansestadt Hamburg und der Bund. Das zeigt, dass Hamburg die Familien großzügig unterstützt, damit die Kinder in der Schule ein vernünftiges Essen bekommen.“

Quelle: BSB Hamburg /
 Caterer der STSÖ ist  mammas canteen

Deutscher Schulpreis 2020 für Otfried-Preußler-Schule in Hannover

Pressemeldung
Deutscher Schulpreis 2020 für Otfried-Preußler-Schule in Hannover
Robert Bosch Stiftung und Heidehof Stiftung vergeben wichtigsten Preis für Schulen.

Stuttgart, 23. September 2020 – Die Otfried-Preußler-Schule in Hannover (NI) gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2020. Fünf weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhalten die Grundschule Schuttertal (BW), die Gemeinschaftsschule Hardtschule Durmersheim (BW), die Berufsbildenden Schulen BBS Einbeck (NI), das Gymnasium Essen Nord-Ost (NRW) und die Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn (NRW).

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Hauptpreisträger heute online auf dem Deutschen Schulportal bekanntgegeben. Die virtuelle Preisverleihung stehe auch für das, was alle Schulen in den vergangenen Monaten erlebt haben, so die Bundeskanzlerin: „Kinder und Jugendliche dürfen nicht zu Verlierern der Pandemie werden. Deshalb gilt es auch, alles daran zu setzen, erneute flächendeckende Schulschließungen zu vermeiden. Unter diesen außergewöhnlichen Umständen sieht sich die Bundesregierung in der Mitverantwortung. Daher werden wir die Bundesländer auch über den Digitalpakt Schule hinaus unterstützen.“

Viele Preisträger des Deutschen Schulpreises haben während der Pandemie beispielhaft gezeigt, wie digitales Lernen mit guten Konzepten und viel Engagement gelingen kann. Insgesamt bleibt Deutschland beim Thema Digitalisierung laut OECD aber nach wie vor hinter anderen Ländern zurück. „Es darf kein Glücksspiel sein, ob ein Kind Zugang zu gutem digitalen Unterricht hat oder nicht. Deshalb müssen Kultusministerien und Schulverwaltungen jetzt die technischen Voraussetzungen schaffen und Schulen finanziell und organisatorisch bei der Digitalisierung unterstützen“, sagt Joachim Rogall, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung GmbH.

Erfolgreiches Lernen ohne Noten
Die diesjährige Hauptpreisträgerschule, die Otfried-Preußler-Schule in Hannover, ist in den vergangenen zehn Jahren ihren eigenen Weg gegangen und hat sich mithilfe zahlreicher Ideen und Konzepte ein ganz besonderes inklusives Grundverständnis angeeignet. An der barrierefreien Grundschule lernen rund 400 Räuber, Hexen, Gespenster und Wassermänner in vier Lernhäusern, die nach den Figuren aus Otfried Preußlers Büchern benannt sind. Der Schultag startet in jeder Klasse mit einem Morgenkreis am interaktiven Whiteboard, begleitet von Gebärden, die alle Kinder der Schule lernen. An vier Tagen in der Woche befassen sich die Kinder in Gruppen selbstständig mit ihren Aufgaben, die an den Lernrädern, den schulinternen Arbeitsplänen, orientiert sind. An einem Tag der Woche wird jahrgangsübergreifend an einem Projekt gefeilt. „Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen lernen in allen Klassen gemeinsam mit den anderen. Und sie lernen engagiert und erfolgreich – dafür braucht man an der Otfried-Preußler-Schule keine Noten“, sagt Professor Michael Schratz, Erziehungswissenschaftler von der Universität Innsbruck und Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises.

Auch die Erwachsenen sollen sich an der Schule wohlfühlen und bekommen Raum, sich selbst und die Schule weiterzuentwickeln. Die Wertschätzung der Schulleitung für die Arbeit des Kollegiums drückt sich in verschiedenen Innovationen aus: Dazu gehören Arbeitszeitkonten, multiprofessionelle Teamarbeit auf Augenhöhe, gut gestaltete Räume und Zukunftswerkstätten, deren Ergebnisse tatsächlich Realität werden. „Die Otfried-Preußler-Schule ist eine Schule in Bewegung, sie verbessert ihre Qualität kontinuierlich“, lobt Schratz.

Die neun nominierten Schulen, die nicht ausgezeichnet wurden, erhalten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Darüber hinaus profitieren sie vom Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises. Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung und nehmen an Seminaren und Vernetzungsangeboten teil.

Der Deutsche Schulpreis: Ein Kreislauf, in dem sich gute Schulpraxis verstärkt und verbreitet
Die Robert Bosch Stiftung GmbH vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Er ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Kooperationspartner sind die ARD und die ZEIT Verlagsgruppe. Seit dem Start des Programms haben sich über 2.000 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt.

Quelle: Deutscher Schulpreis 23.9.2020

Am 23. September gibt es das große Finale

Deutscher Schulpreis 2020

Die Verleihung des Deutschen Schulpreises 2020 findet am 23. September in einem Online-Format auf dem Deutschen Schulportal statt. 15 nominierte Schulen können sich Hoffnung auf einen der insgesamt sechs Preise machen.

Am 23. September ist es so weit: Dann werden die besten Schulen Deutschlands ausgezeichnet. Die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Heidehof Stiftung GmbH vergeben in Zusammenarbeit mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe den Deutschen Schulpreis 2020. 15 hervorragende Schulen stehen im Finale. Sie wurden im Frühjahr von einer Expertenjury für den anspruchsvollen und hochdotierten Preis nominiert.

Die Preisverleihung, die wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr online stattfindet, wird auf dem Deutschen Schulportal präsentiert. Ab 11 Uhr erfahren die nominierten Schulen und alle Interessierten hier per Video, wer mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wird. Moderiert wird die Preisverleihung von Jessy Wellmer (rbb) und Lennert Brinkhoff (SWR).

Insgesamt werden sechs Preise verliehen. Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100.000 Euro, die weiteren fünf Preisträger jeweils 25.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen bekommen Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Ursprünglich war die Preisverleihung bereits Ende Mai in Berlin zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant. Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen durch die Pandemie werden die Preisträger nun am 23. September in einem Online-Format bekannt gegeben. Das Schulportal stellt bis zur Preisverleihung alle nominierten Schulen in loser Folge vor. Die Schulporträts sind in einem Dossier gesammelt.

Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Seit dem Start des Programms haben sich mehr als 2.000 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury folgende sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kriterien für gute Schulqualität allgemein anerkannt.

(Quelle: deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/preisverleihung-deutscher-schulpreis-2020)

Azubis mit Zukunft: Digital lernen an den berufsbildenden Schulen

Ausbildung
Azubis mit Zukunft: Digital lernen an den berufsbildenden Schulen
Praxisnahe IT-Ausstattung und innovative Unterrichtskonzepte
10. September 2020 16:00 Uhr

Roboter als Hilfskräfte im Hotel oder Zahnersatz im 3-D-Druck sind für die Fachkräfte von morgen Normalität. Um Azubis bestmöglich auf diese Arbeitswelt vorzubereiten, setzen Hamburgs berufsbildende Schulen verstärkt auf digitale Lern- und Unterrichtskonzepte. Dazu zählen digitale Ausbildungsportfolios, umfangreiche praxisnahe Ausstattungen beispielsweise mit 3D-Druckern, Lernrobotern oder VR-Brillen und auch die schulweite Einführung des Learning-Management-Systems (LMS) Moodle. Seit Anfang des Jahres hat das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) weitere rund 2,9 Millionen Euro in die innovative und berufsbezogene IT-Ausstattung der in großen Teilen neu gebauten Schulen investiert. Die Schulen auf dem Elbinsel-Campus Wilhelmsburg stehen beispielhaft für die Vernetzung der berufsbildenden Schulen: Sie tauschen sich intensiv zu digitalen Unterrichtsformen aus und planen ein gemeinsames Rechenzentrum.

Insgesamt lernen im neuen Schuljahr 48.368 Schülerinnen und Schüler (2019: 49.305)* an den 31 staatlichen berufsbildenden Schulen in Hamburg. Davon befinden sich rund 37.750 in einer beruflichen Ausbildung (duale Berufsausbildung, schulische Berufsausbildung, Berufsqualifizierung, 2019: 39.173).

Bildungssenator Ties Rabe: „Die digitale Lehr- und Lernkultur an unseren berufsbildenden Schulen sichert den Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort Hamburg. Hier bilden wir die Fachkräfte von morgen aus. Die Schülerinnen und Schüler an unseren berufsbildenden Schulen müssen mit den digitalen Anforderungen der Arbeitswelt vertraut sein, sie aktiv nutzen und eigenständig weiterentwickeln können. Wie vielfältig der digitale Unterricht in der Berufsbildung ist, sehen wir am Beispiel der drei Schulen auf dem Elbinselcampus. Dort gehen IT-Investitionen und innovative Unterrichtskonzepte Hand in Hand.“

Investitionen in die digitale Ausstattung
Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) hat seit Anfang 2020 bis Ende August mit Mitteln des Digitalpaktes zusätzliche Bestellungen für IT-Ausstattung in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro getätigt. Insgesamt wurden davon unter anderem 176 Interaktive Displays, 2.703 Notebooks, 101 PCs und 1.171 Tablets/iPads angeschafft. Damit verfügen die berufsbildenden Schulen aktuell über 1.438 Interaktive Tafeln, 8.596 Notebooks, 13.525 PCs und 2.416 Tablets.

Dr. Sandra Garbade, HIBB-Geschäftsführerin: „Für digitales Lernen ist eine innovative Ausstattung der Schulen unabdingbar. Um diese Unterrichtsformen zu ermöglichen, haben wir bereits in den vergangenen Jahren gute Voraussetzungen geschaffen und verbessern diese weiter. Ebenso wichtig ist die umfangreiche pädagogische und didaktische Begleitung. Alle 31 Schulen verknüpfen ihr Wissen miteinander. Wir fördern diese gute Netzwerkarbeit, unter anderem durch die Empfehlung eines einheitlichen Learning Management Systems, gemeinsame Projekte und Fachtage.“

Digitales Lernen: Projekte, Learning Management System, Kooperationen
Alle 31 berufsbildenden Schulen können nun schrittweise das zentral gehostete Learning-Management-System (LMS) Moodle nutzen. Über das LMS gestalten Lehrkräfte z. B. Kurse mit unterschiedlichen Medien und stellen Unterrichtsmaterialien bereit. Sie organisieren Lernprozesse und tauschen sich mit den Klassen aus. Im September kommen alle berufsbildenden Schulen zu einem Fachtag zusammen, unter anderem um sich zu Best-Practice Beispiele des digitalen Unterrichts auszutauschen. Die berufsbildenden Schulen bauen dabei auf ihre langjährige Erfahrungen mit digitalen Plattformen für ein Wissensmanagement an Schule auf, mit dem sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler vernetzten und Lehr- und Lerninhalte austauschen können.

Digitales Lernen und der Erwerb digitaler Kompetenzen in der Berufsausbildung müssen an beiden Lernorten, dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule, gut aufeinander abgestimmt sein. Mit dem aktuellen Projekt DigiLok verfolgt das HIBB deshalb das Ziel, digitale Innovationen in den Unterricht zu integrieren. Das gelingt in der Lernortkooperation (LOK) durch eine enge Verknüpfung von Berufsschulen und Betrieben. Ausbilder und Lehrkräfte arbeiten gemeinsam daran, die durch die Digitalisierung veränderten berufsbezogenen Anforderungen in die Lehrpläne zu integrieren. Los geht es in den Bereichen Hotellerie, Büromanagement und medizinische Berufe.

(Quelle: BSB HH)

Mit Geld aus dem Digitalpakt: Rund 31.000 Tablets und Laptops an Hamburgs Schulen geliefert

14. August 2020

„Besonders Spaß macht mir die LernApp Anton“, erzählt die zehnjährige Luisa und öffnet einen Karton mit nagelneuen ipads. Eine ganze Palette davon – insgesamt 270 Apple-Tablets – hat ein Transporter am vergangenen Montag an ihre Schule, die Stadtteilschule Alter Teichweg in Dulsberg, geliefert. Ähnliche Lieferungen kommen in diesen Tagen bei vielen Hamburger Schulen an. Ende der ersten Schulwoche werden den Schulen rund 31.000 zusätzliche Tablets und Laptops zur Verfügung stehen. Hamburg hat mit dieser Großbestellung im Wert von insgesamt 18 Millionen Euro bereits sämtliche von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Mittel für Endgeräte ausgeschöpft. Rund zwei Drittel der Summe – 12,8 Millionen – sind Bundesmittel aus dem Digitalpakt 2. Bildungssenator Ties Rabe: „Kein anderes Bundesland hat das bisher erreicht.“  

Inklusive der bereits vorhandenen Geräte stehen Hamburgs Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres rund 50.000 Endgeräte zur Verfügung. Diese sollen jetzt intensiv im Unterricht eingesetzt werden, damit im Falle einer erneuten Einschränkung des Unterrichts zügig auf digitalisierten Fernunterricht umgestellt werden kann. Die Tablets und Notebooks können daher auch an Schülerinnen und Schüler, die zu Hause über keine eigenen Geräte verfügen, ausgeliehen werden. Bevor Luisa jedoch mit der App „Anton“ loslegen kann, werden die Geräte zunächst durch die Schulen mit einheitlicher Software ausgestattet. In einer eigens eingerichteten ipad-Klasse werden Luisa und ihre Mitschüler dann den Umgang mit den Geräten lernen. So wird sichergestellt, dass jeder Schüler auch im Hybrid- und Fernunterricht zu Hause gut mithalten kann.

Damit die Tablets und Laptops pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden können, wird der Fernunterricht fortlaufend weiterentwickelt und durch digitale Fortbildungen für Lehrkräfte, einen regelmäßigen Digital-Newsletter sowie digitale Unterrichtsangebote unterstützt. Eine besondere Bedeutung hat das zentrale Lernmanagementsystem LMS Lernen Hamburg, das von allen Schulen genutzt werden kann und alle Unterrichtsszenarien unterstützt. Allen Lehrkräften werden zudem über die Lernplattform „Digital learning Lab“ digitale Unterrichtsbeispiele zur Verfügung gestellt. Das „Digital learning Lab“ wird von der Schulbehörde und der Technischen Universität Hamburg gemeinsam als Unterstützung für die Lehrkräfte betrieben.

 

Quelle: BSB Hamburg

 

Schuljahr 2020/21: 5.400 Schüler und rund 450 Pädagogen mehr als im Vorjahr

Schuljahr 2020/2021
Schuljahr 2020/21: 5.400 Schüler und rund 450 Pädagogen mehr als im Vorjahr

2020/21
4. August 2020 13:00 Uhr

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt in Hamburg weiter steil an. Allein die Eingangsklassen 1 und 5 werden mit 1.200 zusätzlichen Schülern an den Start gehen. Insgesamt steigt die Schülerzahl um 5.400 auf den neuen Rekordwert von 256.890 Schülerinnen und Schülern, davon allein 235.190 (+ 6.000) an den staatlichen Schulen.
Schulsenator Rabe: „Wir eilen von Rekord zu Rekord: Immer mehr Schülerinnen und Schüler – aber auch immer mehr Lehrkräfte und Pädagogen an den Schulen. Denn der Senat investiert weiterhin in die Bildung. Um die Unterrichtsqualität und kleine Klassen sicherzustellen, erhöhen wir erneut die Zahl der Stellen an den Schulen ganz erheblich um 452 auf 18.872 – ebenfalls ein neuer Höchststand. Neben erheblichen Investitionen in die digitale Bildung werden sich die Lernbedingungen im neuen Schuljahr auch durch weiterhin sehr hohe Investitionen in den Schulbau verbessern: Allein in den beiden Jahren 2020 und 2021 investiert der Senat in den Schulbau mit 850 Millionen Euro genau so viel Geld, wie die gesamte Elbphilharmonie gekostet hat.“

Starker Anstieg in den Grundschulen
Der Anstieg der Schülerzahlen beginnt vor allem bei den Kleinen. Die Zahl der Grundschülerinnen und -schüler steigt in nur einem Jahr um 3,8 Prozent oder 2.200 Kinder. Den größten Anstieg verzeichnen die ersten Klassen mit einem Plus von 900 Schülerinnen und Schülern, das entspricht einem Anstieg von 5,3 Prozent in einem Jahr. Daran wird deutlich, dass der Anstieg der Schülerzahlen organisch von den Eingangsklassen Schritt für Schritt durch das ganze Schulsystem hindurchwächst. Entsprechend fällt das Wachstum in den weiterführenden Schulen mit +2.100 Schülerinnen und Schülern in den Klassenstufen 5 bis 10 (+2,5%) sowie +600 Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe etwas moderater aus.

Auffällig ist der weiterhin starke Anstieg der Schülerzahlen an den Stadtteilschulen, die auch im kommenden Schuljahr mit 54.900 Schülerinnen und Schülern weiter vor den Gymnasien mit 51.900 Schülerinnen und Schüler liegen. Allerdings ist das starke Wachstum der Oberstufen an den Stadtteilschulen vorerst gestoppt. Hier ist eine gewisse Sättigung zu beobachten, die sich auch in der stagnierenden Abiturientenquote von rund 53 Prozent in Hamburg widerspiegelt.

Der Anstieg der Schülerzahlen betrifft vor allem die staatlichen Schulen. Aufgrund der schrittweisen Schließung mehrerer katholischer Privatschulen sinkt die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den privaten allgemeinbildenden Schulen von 19.700 auf 19.100 (-600), während sie an den staatlichen Schulen um insgesamt 6.000 steigt.

452 zusätzliche pädagogische Stellen an den Schulen
Zum neuen Schuljahr wird die Zahl der Lehrerstellen an den allgemeinbildenden Schulen um 394 auf dann insgesamt 14.424 Lehrerstellen erhöht. 4.773 Lehrerstellen entfallen auf Grundschulen (+116), 781 Stellen auf Sonderschulen (+1), 5.160 Stellen auf Stadtteilschulen (+113) und 3.710 Stellen auf Gymnasien (+164). Der Anstieg der Lehrerstellen an den Gymnasien ist nicht nur auf die stetig steigende Schülerzahl zurückzuführen, sondern auch auf die jetzt umgesetzte Vereinbarung aus dem Schulfrieden. Demnach erhält das Gymnasium rund 100 zusätzliche Stellen zur Verkleinerung der Schulklassen, zur Vermeidung von Unterrichtsausfall und zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts.

Darüber hinaus stehen den allgemeinbildenden Schulen 1.939 Stellen (+58) für pädagogisches und therapeutisches Fachpersonal zur Verfügung. Somit gibt es insgesamt 452 zusätzliche pädagogische Stellen an den allgemeinbildenden staatlichen Schulen.

Den staatlichen berufsbildenden Schulen stehen im neuen Schuljahr weitere 2.509 Lehrerstellen zur Verfügung. Allgemein- und Berufsbildende Schulen zusammen verfügen zusammen über 18.872 Pädagogen-Stellen – ein neuer Höchststand.

Schulsenator Ties Rabe: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir weiterhin das stetige Wachstum der Schülerzahlen durch eine kontinuierliche Erhöhung der Lehrerstellen begleiten. Diese Erhöhung ist jedoch nicht nur der gestiegenen Schülerzahl geschuldet, sondern es gibt weiterhin auch Qualitätsverbesserungen für besseren Unterricht, kleinere Klassen und eine umfangreichere Förderung.“

Besetzung aller Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst
Hamburg ist als Ausbildungsstandort für Lehrkräfte weiterhin sehr attraktiv. Schulsenator Ties Rabe: „Um den wachsenden Bedarf an jungen Lehrkräften zu decken, hat der Senat die Zahl der Ausbildungsplätze um rund 40 Prozent auf insgesamt 820 Plätze erhöht. Trotz des bundesweiten Bewerbermangels ist es uns zum Schuljahresstart gelungen, alle Plätze zu besetzen. Es haben sich in Hamburg sogar doppelt so viele Kandidaten beworben wie es Plätze gab. Insbesondere für das Lehramt der Primar- und Sekundarstufe I und das erstmalig angebotene Lehramt an Grundschulen ist dies im Bundesvergleich ein großartiger Erfolg.“

Die Ausbildung beginnt in jedem Schulhalbjahr. Zu Beginn dieses Schulhalbjahrs wurden 399 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst eingestellt. Besonders erfreulich: Von diesen 399 zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer bringen 185 ein so genanntes Mangelfach mit. Mangelfächer sind Unterrichtsfächer, an denen an Schulen ein besonders hoher Bedarf besteht (z. B. Physik, Informatik oder die beruflichen Fachrichtungen Elektro- und Metalltechnik). Um sie alle gut auszubilden, musste das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung sogar einen zusätzlichen Standort (Isestraße 144–146) mit neuen Schulungsräumen eröffnen.

Quelle: BSB HH (Text gekürzt) https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/14168486/2020-08-04-bsb-schuelerzahlen/