Netzwerkstück – Lernen durch Engagement

Netzwerkstück „Lernen durch Engagement“

Die Stadtteilschule Öjendorf ist seit dem Schuljahr 2017/ 18 Netzwerkschule im Lernen-durch-Engagement-Programm [‘You:sful] der Bürgerstiftung Hamburg.

In diesem Programm fördert die Bürgerstiftung zivilgesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen sowie die demokratische Schulentwicklung. Das Lernen-durch-Engagement- Projekt verbindet Unterricht mit gemeinnützigem Engagement der Schüler*innen. So werden demokratische Kompetenzen gefördert.

Ziel ist es, dass Schüler*innen Verantwortung in ihrem Stadtteil und/ oder für andere Menschen übernehmen, dass sie die Erfahrung machen, wie es ist, ein Teil der Gesellschaft zu sein. Dabei lernen sie ihre Stärken und Schwächen kennen und erfahren, wie man ein Projekt plant und umsetzt.

One-Dollar-Glases-Projekt

Im Schuljahr 2016/17 hat eine Sozialpädagogin das „One-Dollar-Glases“-Projekt mit 5. und 6.-Klässlern durchgeführt. Die Schüler*innen haben Kunststoffkisten mit Schildern ausgestattet, wo Mitschüler*innen und Lehrer*innen aufgefordert wurden, Pfandflaschen für dieses Projekt zu spenden. Das Geld aus der Abgabe der Pfandflaschen ist dann dem Projekt gespendet worden. Die Kinder haben so die Erfahrung gemacht, dass sie mit einer relativ „kleinen“, beständigen Aktion an etwas Wichtigem beteiligt sind und Kindern in armen Ländern geholfen haben, eine Brille zu bekommen. In einem zweistündigen Kurs pro Woche haben sich die Schüler*innen mit ihren Stärken und Schwächen beschäftigt und Handlungsfelder für sich entdeckt, in denen sie sich ein Engagement vorstellen können. So ist dann im gleichen Schuljahr eine Vorleseaktion in einer Kita im Stadtteil entstanden. Die Schüler*innen haben in der Bücherhalle Bücher ausgewählt und Kindergartenkindern vorgelesen, obwohl sie nicht alle Profi-Vorleser waren.

https://www.eindollarbrille.de/

Projektwoche "Wie wollen wir leben?"

Im Schuljahr 2017/18 hat die AG Soziales Lernen der Stadtteilschule Öjendorf im 8. Jahrgang eine Projektwoche unter dem Motto „Wie wollen wir leben?“ initiiert.

Die Klassenlehrer*innen haben im Vorfeld eine Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem Referat „Demokratiepädagogik“ des LI und der Bürgerstiftung bekommen, an der auch die Klassensprecher*innen teilgenommen haben.

Hier wurden gemeinsam Ziele und Themen für die Projektwoche festgelegt. Zum Beispiel ist dann eine Klasse durch Schülermoderator*innen von SSM (Schüler Schule Mitbestimmung) in zwei Workshops über Rechte und Pflichten von Schüler*innen und Kommunikation und Feedback fortgebildet worden.

Diese Klasse hat im Anschluss eine Bürgerschaftssitzung besucht, wobei es eine Führung durch das Rathaus und ein Gespräch mit einem Abgeordneten gab. Zum Schluss haben sie ihre gemeinsam geplante Projektwoche ausgewertet und reflektiert.

Wellnessangebot für Seniorinnen und Schülerinnen

Eine Kollegin hat in ihrem Wahlpflichtkurs „Kosmetik“ mit ihren Schülerinnen ein Wellnessangebot für Senior*innen kreiert, das sie in einem Altenpflegeheim den Damen regelmäßig angeboten hat. Die Grundidee dieses Projektes war es, dass die Schülerinnen des Wahlpflichtkurses „Kosmetik“ wöchentlich die Senioreneinrichtung im Altenheim Sonnenland besuchten, um mit den Bewohnern zu spielen, zu basteln und sie mit einem speziellen Wellness-Programm zu verwöhnen. Im Unterricht haben die Mädchen einiges über die Grundlagen der dekorativen und pflegenden Kosmetik und die Soziologie der Schönheit erfahren. Bevor sie die Schule verlassen werden, lernen die Teenager bei diesen Treffen, über ihre Schülerrolle hinauszuwachsen und mit fremden Menschen in Kontakt zu treten. Die Kooperation mit dem „Domizil“ soll eine Brücke in die Praxis bauen und berufsvorbereitend sein. Die Schülerinnen machen die Erfahrung, dass sie mit ihren Fähigkeiten anderen Menschen etwas Gutes tun können und dafür Wertschätzung bekommen.

Senior/innen werden von Schülern in Handynutzung geschult

Im Unterricht einer Kollegin gab es in Kooperation mit der VHS (Hamburger Volkshochschule) ein Projekt, bei dem Schüler*innen Senior*innen in der Handynutzung geschult haben.