Oberstufe

Gemeinsam zum Abitur

Das Kurt-Körber-Gymnasium und die Stadtteilschule Öjendorf kooperieren eng zusammen und stellen gemeinsam den Schülerinnen und Schülern ein breites Angebot an Profilen für die gemeinsame Oberstufe. Auf der folgenden Seite können Sie weitere Informationen zu den einzelnen Profilen finden.

Derzeit bieten wir die folgenden Profile an:

Wir leben in einer vollkommen globalisierten und medialisierten Welt, in der alle wesentlichen gesellschaftlichen Entwicklungen in kürzester Zeit erfasst und zugänglich gemacht werden.

Die dabei verknüpften profilgebenden Fächer Geschichte und PGW nehmen diese Entwicklungen genau unter die Lupe und nähern sich diesem aus unterschiedlichen Richtungen. Die Schüler*innen lernen dabei sowohl die politische, gesellschaftliche als auch die kulturelle und die wirtschaftliche Perspektive einzunehmen und miteinander zu verbinden – immer mit dem Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

So spielen u.a. Fragen danach eine Rolle, welche Position Europa einnimmt in Zeiten von wachsender Rivalität zwischen den USA und China. Welche Lehren ziehen wir aus einer Welt nach Trump – welche Verantwortung haben die Medien in unserer Zeit? Ist die Demokratie überhaupt noch zeitgemäß und nicht mittlerweile zu „anstrengend“. Was hat Corona mit unserer Gesellschaft gemacht? Liegen die Ursachen der Revolutionen von heute in den Konflikten von gestern?

Um uns diesen und weiteren Fragen zu nähern, müssen wir uns mit unterschiedlichen Medien beschäftigen – dazu gehören auch unterschiedliche Formen von Quellen wie Briefe, Bilder, Karikaturen und Fotographien in Geschichte, aber auch aktueller Newsfeed, Social Media, Filme und Berichte, die in PGW und Geschichte gleichermaßen zum Tragen kommen.

Nicht erst seit Corona sind wir im Medienprofil natürlich digital unterwegs und verwenden die persönlichen iPads im Unterricht, um Informationen nicht nur kreativ sondern auch wissenschaftlich darzustellen.

Unsere Profilreisen machen dabei die unterrichtlichen Inhalte lebendig und verschaffen unserer Schüler*innen unvergessliche Eindrücke und Erfahrungen.

Die Digitalisierung hat uns und unsere Gesellschaft mit voller Wucht erfasst. Auto, Kühlschrank, Toaster und selbst unsere Kleidung sind heutzutage vernetzt und „smart“. Künstliche Intelligenz wird immer mehr Bestandteil von fast sämtlichen Teilen unseres Lebens. Unsere Schüler*innen auf diesen rapiden Wandel vorzubereiten, ihnen die Kenntnisse zu vermitteln, damit sie diesen Wandel nicht nur bewältigen sondern auch mitgestalten können, übernehmen wir mit der Profilarbeit.

Interessierte Schüler*innen erfahren durch das Zusammenwirken der profilgebenden Fächer Informatik und Physik genau diese komplexen Zusammenhänge und Struktururen, welche die digitalisierte Welt auch so spannend und interessant machen.

Die Fragen und Problemstellungen um die es geht, betreffen uns auf unterschiedliche Weise in unserem Alltag: Das Internet – ist das eine App von Google? Was ist eigentlich ein „smart home“ und ist es vor allem sicher vor den Einbrechern des 21. Jahrhunderts? Woher weiß mein selbstfahrendes Auto eigentlich, wann es bremsen muss und vor allem für wen?

Im Fach Informatik nähern wir uns solchen spannenden Fragestellungen und beantworten diese, wenn möglich praxisnah im digitalen Alltag.

Auch das Fach Physik zieht sein Reiz aus der Beschäftigung mit Problemen und Fragen, die für unsere Existenz in Gegenwart und Zukunft von großer Bedeutung sind: Warum ist eine Reise zum Mars eine solche Herausforderung? Warum können riesige schwingende Kugeln Gebäude vor dem Einsturz bei einem Erdbeben bewahren? Was ist eigentlich Quantenphysik und sind Gravitationswellen für irgendwas gut?

Das Profil bietet dahingehend unseren Schüler*innen eine breite Basis für vielerlei technische und naturwissenschaftlichen Studienfächer und Berufe.

Was wäre die Beschäftigung mit oben erwähnten Fragen, wenn man nicht gemeinsam eine unvergessliche Profilfahrt unternehmen und sich die Phänomene von Natur und Technik vor Ort anschauen und begreifen könnte – und das unabhängig davon, wohin es das Profil verschlägt.

Im Stadtteil Billstedt werden die Herausforderungen der Stadtentwicklung offenkundig:

So wird gerade ein großes Wohnquartier entwickelt, dass einerseits Geflüchteten eine dauerhafte Wohnperspektive schaffen soll und andererseits ein Neubaugebiet mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern entstehen lässt, um attraktive Wohnmöglichkeiten in Naturnähe in Billstedt zu bieten.

Ein Stadtteil entwickelt sich jedoch nicht von alleine. Nur an bauliche Maßnahmen zu denken schafft noch keinen Reiz für Menschen sowie Identifikation. Aus diesem Grund wird die Entwicklung dort von Anfang an vom Quartiers- und Netzwerkmanagement begleitet. Ziel ist es eine ganzheitliche Wohnstruktur zu schaffen. Reiner Wohnraum ohne Möglichkeiten des täglichen Einkaufs oder Möglichkeiten seine Freizeit sinnvoll zu gestalten, führen mittelfristig dazu, dass Integration hier ins Leere läuft und das Quartier hier nicht zusammenwächst.

Genau aus dieser Problemstellung heraus ergibt sich die Chance zur Beteiligung des Profils:

Zunächst wird bei den Schüler*innen ein Problembewusstsein für die Veränderung ihres Wohnortes geschaffen. Abfragen unter den Schüler*inne haben ergeben, dass fast alle Schüler*innen gar nicht im Bilde darüber sind, was in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passiert, bzw. Wissen auf einer brüchigen und teils gefährlichen Faktenlage basiert. Deswegen liegt es nah, die Profilteilnehmer*innen an der Gestaltungsarbeit ihrer Nachbarschaft zu beteiligen. Um hier ein Fundament für die Grenzen und Möglichkeiten dieser Arbeit zu schaffen, eignen sich die beiden profilgebenden Fächern besonders. U.a. erarbeiten sich die Schüler*innen im Fach Geographie Stadtentwicklungsmodelle, bekommen Einblicke in Flächennutzungspläne und Naturraumanalysen.

Demgegenüber leistet das Fach PGW Vorschub, wenn es darum geht den Schülern deutlich zu machen wie Beteiligungsverfahren funktionieren, die Immobilienwirtschaft arbeitet, oder ein Dialog von „neuer“ und „alter“ Bevölkerung erfolgreich initiiert werden kann.

Hier haben beide Fächer, gemeinsam mit dem Seminarfach eine natürlich große Schnittmenge.

Mit dem Quartiersmanagement wurde schon geklärt, dass das Profil gemeinsam mit der Uni Hamburg und der Quartiersleitung eine Bedarfsabfrage gestalten soll und kann, die dann in den weiteren Entwicklungsprozess eingebunden werden kann. Ebenso soll die Ausgestaltung des Hauses der Begegnung in der Beteiligung der Profilschüler liegen mit der Fragestellung, wie dieses konzipiert sein muss, um von allen Beteiligten angenommen zu werden.

Mit dem NABU, der auch in die Quartiersarbeit mit einbezogen ist, werden zudem Erfordernisse für eine möglichst naturraumschonende Planung erarbeitet.

Am Ende der Profilarbeit sollen die Schüler*innen zu echten Expert*innen für die Veränderung ihres Stadtteils werden und das Gefühl und das Wissen haben, hier aktiv daran mitgewirkt zu haben. Dazu gehört sowohl ein Verständnis für die Langfristigkeiten und herausfordernden Beteiligungswege aber auch im positiven Sinne für die Chancen, die ihnen an der Mitgestaltung gegeben werden.

 

Letztendlich sollen die Schüler*innen während ihrer Zeit im Profil auch als Vermittler für die stattfindenden Veränderungen dienen und diese auch u.a. in die Schulen tragen.

Ein passendes Profil für alle diejenigen, die Spaß an wirtschaftlichen und politischen Fragen haben und diese an einem konkreten Raum ausprobieren und gestalten möchten.

Der Titel des Profils „Leben heißt Bewegung“ ist hier auch wortwörtlich Programm, denn Bewegung wird hier aus sportlicher und biologischer genau unter die Lupe genommen. Die Profilteilnehmer*innen werden zu Experten und erlangen weitreichende Kenntnisse über anatomische aber auch psychologische Grundlagen und können diese am Beispiel der eigenen Bewegung ausprobieren und so ihre eigenen Bewegungsmuster optimieren und weiter innerhalb der Bewegungs- und Trainingslehre vertiefen.

Des Weiteren ist Sport ein nicht unbedeutender Teil unserer Gesellschaft – gerade die Corona-Krise  und die Folgen für den Breiten- und Profisport führt uns diese Bedeutung nochmal deutlich vor Augen. Diese gesellschaftlichen Zusammenhänge sind spannend und werden gemeinsam mit den Schüler*innen des Profils thematisiert.

Die Perspektive des Faches Biologie ist nicht weniger reizvoll. Neuste Erkenntnisse aus der Genetik, der Ökologie aber auch aus der Neurobiologie werden anschaulich und praxisorientiert mit den Schüler*innen erarbeitet, anhand von Fragen, wie warum wir unter Stress auf bestimmt Weise reagieren oder wie und warum sich Doping sich auf die sportliche Leistungsfähigkeit auswirkt.

Neben Geländeerkundung und Gewässerproben, freuen sich die Profilschüler*innen vor allem auf das gemeinsam veranstaltete Sportevent, das nicht nur den sportlichen Aspekt in den Vordergrund stellt sondern auch den gesellschaftlichen Auftrag und Nutzen. Hier nehmen Schüler*innen beider Kooperationsschulen begeistert und mit großer sportlicher Motivation teil.

Der Sport aber auch die Biologie ist heutzutage nicht mehr vorstellbar ohne die Möglichkeiten der Digitalisierung. Unsere Schüler*innen erstellen mit Hilfe der ständigen digitalen Begleiter Videos von Bewegungsabläufen, erstellen digitale Trainingspläne oder nutzen u.a. das iPad für biologische Bestimmungsverfahren und Recherchen. Optional bieten wir den Schüler*innen auch an, eine Trainer-Lizenz für den Einsatz im Schulsport zu erwerben, was den hohen Praxiswert des Profils deutlich unterstreicht.

Natürlich bildet eine gemeinsame Profilreise einen der Höhepunkte des Profils. Hier steht wiederum die Lust an Bewegung im Vordergrund und zeigt den Schüler*innen sportliche Betätigungen auf, die sie vielleicht aus ihrem Alltag nicht kennen, wie Surfen, Strandsegeln, Rafting oder Bouldern – all das und da schließt sich der Kreis – in der Natur.

Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen ist nicht erst seit den Herausforderungen der Flüchtlingskrise von 2015 ein bestimmendes Thema.

Das Arts & Culture Profil bietet den Profilteilnehmern dabei eine Auseinandersetzung mit Kultur(en) auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf kreativem Handeln sowie ästhetischem Lernen. Eine Voraussetzung dafür ist ein eigenes Interesse an eben dieser Kreativität,
das auch über den eigentlichen Unterricht hinausgeht – so sind Ausstellungsbesuche und eigene praktische Arbeiten Teil der Profilarbeit und machen Lernen so erlebbar und zu einem großen Reiz.

Die profilgebenden Fächer Kunst und Geschichte machen dabei das jeweilige Selbstverständnis der Menschen vor dem Hintergrund der Zeit und Kultur zum Gegenstand. Gerade vor dem Hintergrund von Corona und der Frage, welchen Stellenwert Kultur und Kunst in unserer Gesellschaft haben, eine immer wieder spannende Frage.

Das Profil möchte den Teilnehmer*innen vermitteln, dass künstlerische Werte und Leistungen auch vom jeweiligen Zeitgeist abhängig sind und daher einer stetigen Veränderung und Weiterentwicklung unterliegen.

Das Profil zeichnet sich insbesondere durch seine praktischen künstlerischen Projekte in den Fächern Kunst und dem Seminar aus. Die dort entstehenden Werke schaffen einen tiefen Einblick in individuelle und gemeinsame künstlerische Prozesse. Diese Werke können ebenso aus Ton
modellierte künstlerische Interpretationen von Bildern sein wie auch das kreative Upcycling von Alltagsgegenständen, denen damit ein neuer Nutzen verliehen wird.

Sowohl das Fach Kunst als auch Geschichte bilden dabei gesellschaftliche, kulturelle und künstlerische Entwicklungen und Strömungen ab – in Vergangenheit, Gegenwart und Vision der Zukunft. Beide Fächer verbindet eng die Beschäftigung mit Quellentypen wie Briefen, Bildern, Karikaturen und Fotografien – vor allem in Kunst aber auch mit Malerei, Grafik, Zeichnungen, Plastiken, Modellen, Design- und Alltagsgegenständen.

Die künstlerischen Techniken wie z.B. Videos, Werktagebücher und Fotografien machen natürlich vor der Digitalisierung nicht halt. So dient den Profilteilnehmer*innen ihr iPad sowohl als Lern- als auch als Kreativbegleiter, der auch an außerschulischen Lernorten zum Einsatz kommt.

Weitere Informationen zu den Profilen, den einzelnen Schwerpunkthemen der Fächer und Seminare können den obigen Links zu den Profilen entnommen werden.

Im 1. Semester findet vor den Herbstferien im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung ein zwei-wöchiges Praktikum statt.
Im 3. Semester findet vor den Herbstferien eine Studienreise statt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Daniel Tomicki, den Abteilungsleiter für die Oberstufe: Telefonnummer: 040 – 428 93 18 19 oder per Mail: daniel.tomicki@bsb.hamburg.de